Römische Kiste und Schlösser
Im Sommer 2009 wurde mir die Aufgabe gestellt, römische Beschlagteile und
Schlösser für Reisetruhen herzustellen. Nachdem ich nun die Fundberichte
über Beschläge und Schlösser erhielt, konnte ich mir Gedanken über den
Aufbau der einzelnen Objekte machen.
Zuerst begann ich für eine alte Kiste ein einfaches Schloss zu rekonstruieren, um die Funktion zu testen. Bei diesem Schloss handelt es sich um ein einfaches Schiebeschloss aus Schmiedebronze, wobei der Schlüssel aus Eisen gefertigt wurde. Die komplette Kiste war ein einfacher Testlauf, um mir ein Bild über den Herstellungsaufwand zu machen.
Nachdem ich die römische Holzkiste bekam, fing ich mit den dazugehörigen Beschlagteilen an.
Zuerst fertigte ich die Griffe und die Scharniere, da sie die wichtigsten Elemente der Truhe sind.
Danach stellte ich die Eisenwinkel zur Stabilisierung her, welche man benötigt, um größere Gewichte zu transportieren.
Jetzt kam ich an das Schloss. Hier entschied ich mich wegen der Stabilität für ein Eisenschloss. Des Weiteren hat ein individuell gefertigtes Eisenschloss den Vorteil, dass nur ein bis zwei Schlüssel existieren. Bei einen gegossenem Messing- bzw. Bronzeschloss, das beliebig reproduziert werden kann, besteht die Gefahr, dass mehrere Schlüssel für das gleiche Schloss existieren (passen). Da in römischer Zeit die Schlösser auch individuell gefertigt wurden, entschied ich mich für den schwierigen Weg und fertigte nun die Schlösser individuell nach Originalvorlage. Bei dem Schloss handelt es sich um ein Schiebeschloss mit Riegeln und einer Feder, die die Riegel in Endposition hält. Daher ist gewährleistet, dass man das Schloss nicht ohne Weiteres öffnen kann, wenn man die Kiste auf den Kopf stellt.



Für weitere Informationen zu der römischen Kiste und den Schlössern siehe auch: Replikate => Römer: Alltagsgegenstände => Testversion einer römischen Kiste und Römische Kiste (Truhe) .